über mich

Seit einigen Jahren bin ich auf der Suche nach unserer Tradition. Da ich von Haus aus kein Vereinsmensch bin, kam ein Beitritt in die mit der Tradition stark verbundenen Vereine nicht in Frage. Eine Reise nach Indien, Thailand und Israel brachte mir einen anderen Zugang zur Tradition.

Das Handwerk war sicher eine Quelle und darin besonders das textile Handwerk. Nur wie und womit war da noch die Frage. Beim Besuch einer Freundin, streckte sie mir ein schönes Buch über Handspinnen unter die Nase. Zuerst wehrte ich ab, keine Zeit für solch aufwändige Geschichten. Dabei hatte aber etwas meine Neugierde geweckt und ich wollte mehr wissen. So suchte ich am Abend als ich zu Hause war nach einem Spinnkurs, fand einen und meldete mich auch gleich an. Als im zweiten Spinnkurs die Rede von einer Ausbildung in Garndesign war, war der weitere Weg ganz klar. Darüber wollte ich mehr wissen und lernen. Parallel dazu kam die Suche nach der Faser die zu unserer Tradition gehört. Die Schafwolle ist die eine Seite. Aber wie war das mit den Pflanzenfasern, da gab es doch etwas.

eisenbahnBei einem Besuch im Freilichtmuseum Ballenberg, begegnete ich der Flachsfachfrau Ruth Läng und die erzählte mir vom Flachsanbau Kurs. Da war klar, dass dies die zweite Schiene der Tradition ist und so kam das Geleise zustande auf dem nun das kleine Traditionszüglein fährt.

Seit nun mehr zwei Jahren lebe ich im Emmental, der früheren Flachshochburg der Schweiz. Geboren und aufgewachsen bin ich in Huttwil. Nach der offiziellen Schulzeit war es nicht sofort klar welche Ausbildung ich machen sollte/wollte. So gab es einen teilweise anstrengenden Weg um schlussendlich die Ausbildung zur Sozialpädagogin zu absolvieren. Da mein Vater aus dem Glarnerland kam, zog es mich in diese Richtung und so lebte und arbeitete ich für fast 20 Jahre im Kanton und der Stadt Zürich. Via Huttwil und Luzern kam ich schliesslich nach Sumiswald in den Maiacker. Hier habe ich Platz und Gelegenheit das Handwerk des Flachsanbaus und der Verarbeitung von Flachs auszuüben und die alten Gerätschaften dafür zu restaurieren bzw. zu bewahren.

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